Das Besucherbergwerk

Der Bergbau in Müsen blickt auf eine Jahrhunderte währende Tradition zurück, die mit der ersten urkundlichen Erwähnung des "Stenberg zu Muzen" in einer Zollvereinbarung vom 4. Mai 1313 ihren bislang frühesten schriftlichen Beweis liefert.

Die tatsächlichen Anfänge des Bergbaus auf dem "Stenberg" (Steinberg) liegen indes im Dunkeln und dürften noch deutlich weiter zurück reichen.

Im Laufe der Zeit u. a. auch als "Müsener Berg", "Müsener Stahlbergwerk" usw. bezeichnet, erhielt die Grube ihren bis heute gültigen Namen als "Grube Stahlberg" erst etwa zu Beginn des 18. Jahrhunderts, nachdem bereits im Jahr 1611 der Zusammenschluss mehrerer der für den hiesigen Bergbau typischen Klein-und Kleinstbergwerke zur "Gewerkschaft Stahlberg" erfolgte.

Die Blütezeit des Müsener Bergbaus datiert in die Zeit um 1860. Während die Grube Stahlberg auf Grund des hier geförderten besonders hochwertigen Eisenerzes schon lange weit über die Region hinaus bekannt war, baute man jedoch grundsätzlich im Revier Müsen, ganz im Gegensatz zum übrigen Siegerland, überwiegend Buntmetallerze ab.

Mit einer Gesamtlänge von 1.144,5 Metern zwischen 1740 und 1780 aufgefahren, war der Stahlberger Erbstollen ursprünglich ausschließlich zur Ableitung der Grubenwässer des Stahlbergs vorgesehen. Seit 1832 diente der Stollen jedoch auch zur Erzförderung, weshalb das Stollenprofil auf das jetzige Maß erweitert werden musste.

Das heutige Besucherbergwerk reicht an seinem weitesten Punkt noch bis Stollenmeter 380. Bei 320 Metern führt eine eiserne Leiter aufwärts in den so genannten Gestellsteinbruch. Dieser Bereich der Anlage befindet sich an seinem höchsten Punkt nur noch etwa 24 Meter unter der Oberfläche. In diesem Gestellsteinbruch wurden vormals Bruchsteine abgebaut, die u. a. auch auf Grund ihrer Hitzebeständigkeit sowohl zur Mauerung von Hochöfen aber auch zur Ausmauerung des Stollens Verwendung fanden.

Im Bereich des Gestellsteinbruchs werden dem interessierten Besucher verschiedene Abbautechniken und -situationen gezeigt.

Als besondere Attraktion zeigen wir seit Ende 2008 im so genannten 3. Wechsel bei Stollenmeter 380 den Nachbau einer Wasserkunst im Maßstab von etwa 1:3. Das vollständig aus Eichenholz in Einzelteilen erbaute Wasserrad wird mit Aufschlagwasser aus der "Rösche" des Stollens versorgt und betrieben. Es ist voll funktionsfähig und bildet in seiner Form als eine für das Siegerland einmalige Konstruktion den imposanten Schlusspunkt einer jeden Führung im Besucherbergwerk der Grube Stahlberg.

Der neue Altenbergturm

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